Ab Januar 2026 steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 Euro brutto pro Stunde. Dieser Stundenlohn darf nicht unterschritten werden – auch nicht in Minijobs. Die Minijob-Verdienstgrenze steigt auf 603 Euro. Beschäftigungs-Verhältnisse mit einem Einkommen bis 603 Euro brutto monatlich gelten ab 2026 als Minijob.
Ab 1. Januar 2026 steigt das Kindergeld in Deutschland von 255 auf 259 Euro pro Kind und Monat. Damit erhalten Eltern künftig 48 Euro mehr pro Jahr und Kind.
Ab dem 1. Januar 2026 greifen im Rahmen des Steueränderungsgesetzes 2025 diverse Steuer-Entlastungen. Zum Beispiel wird die Pendlerpauschale auf 38 Cent ab dem ersten Kilometer erhöht. Die Umsatzsteuer für Speisen in der Gastronomie wird auf 7 Prozent reduziert.
Mit der sogenannten Aktivrente können Rentnerinnen und Rentner ab 2026 bis zu 2000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen.
Vereine und Ehrenamtliche werden steuerlich entlastet. Außerdem steigt die Übungsleiter-Pauschale auf 3300 Euro und die Ehrenamts-Pauschale auf 960 Euro. Auch E-Sport wird nun als gemeinnützig behandelt.
Führerscheine, die von 2002 bis 2004 ausgestellt wurden, müssen bis zum 19. Januar 2027 ausgetauscht werden.
Bislang sind reine Elektroautos zehn Jahre lang von der Kfz-Steuer befreit – wenn diese bis zum 31. Dezember 2025 erstmals zugelassen werden. Die Bundesregierung hat jedoch eine Gesetzesänderung eingebracht: Demnach sollen Neuzulassungen und Umrüstungen bis zum 31. Dezember 2030 weiterhin befreit bleiben. Die Befreiung gilt maximal bis zum 31. Dezember 2035. Der Gesetzentwurf liegt dem Bundestag beziehungsweise dem Bundesrat vor. Das Inkrafttreten ist für den 1. Januar 2026 vorgesehen.
Ab 2026 wird das Deutschlandticket teurer und kostet dann 63 Euro.
Den Betreibern der Stromnetze wird für 2026 ein staatlicher Zuschuss in Höhe von 6,5 Milliarden Euro gewährt.
Mit den Netzentgelten werden Ausbau, Betrieb, Instandhaltung und Modernisierung der Stromnetze finanziert. Die Netzentgelte werden von den Energieversorgern auf die Verbraucherinnen und Verbraucher umgeschlagen und sind daher Teil des Strompreises.
Durch den Zuschuss sollen die Stromkosten für die Verbraucherinnen und Verbraucher gesenkt werden.
Zum 1. Januar 2026 wird die Gasspeicher-Umlage abgeschafft. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen dadurch entlastet werden.
Die Gasspeicher-Umlage wurde 2022 nach Beginn des Ukraine-Kriegs eingeführt, um die Kosten für die staatlich angeordnete Befüllung der Gasspeicher zu sichern. Mit der Gasspeicher-Umlage sollten diese Kosten gerecht auf alle Verbraucherinnen und Verbraucher verteilt werden.
Ab Januar 2026 steigt die CO₂-Abgabe auf bis zu 65 Euro pro Tonne. Dadurch werden Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas voraussichtlich teurer. Laut ADAC könnte ein Liter Benzin oder Diesel rund 3 Cent mehr kosten. Die Einnahmen fließen in den Klima- und Transformationsfonds (KTF).
Stand: November 2025