Im Podcast „Mikro trifft Makro – Das Finanzmarktgespräch“ sprechen Deka-Chefvolkswirt Dr. Ulrich Kater und Moderator Dirk Huesmann über alles, was die Welt und die Börsen aktuell bewegt. Dabei gehen sie auf tagesaktuelle Ereignisse ein und beleuchten die Hintergründe des Marktgeschehens. Grundlegende Marktmechanismen und -zusammenhänge werden immer wieder ein Thema sein. Reinhören lohnt sich:
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Lesen Sie hier die wöchentliche Kolumne von Dr. Ulrich Kater mit seiner Einschätzung zu aktuellen Themen aus der Finanzwelt:
Eine gemischte Woche liegt hinter den Aktienmarkt-Händlern. Sie begann mit positiven Vorzeichen. Vor allem Technologieaktien hatten einige der Verluste aus der Vorwoche wieder aufgeholt und wurden dabei von einer positiven Ansage bei Nvidia über die immense Nachfrage nach ihren Chips beflügelt. Aber auch Titel aus dem breiten Markt wurden fleißig gekauft, sodass der Dow-Jones-Index erstmals die Marke von 50.000 übertraf. Auch der DAX hatte vor diesem Hintergrund wieder die Marke von 25.000 Punkten überwunden. Edelmetalle stabilisierten sich auf ihrem erhöhten Niveau. Unterstützt wurde die kräftige Börse zur Wochenmitte durch starke Konjunkturdaten. Der US-Arbeitsmarkt überraschte mit einem kräftigen Beschäftigungsaufbau im Januar um 130.000 Stellen und lag damit deutlich auf der oberen Seite. Die Arbeitslosenquote sank trotz einer geringeren Partizipationsrate den zweiten Monat in Folge leicht auf nunmehr 4,3 Prozent. Die Kehrseite einer guten Konjunktur ist eine straffere Geldpolitik, und daher wurde der Höhenflug der Kurse bald durch Bankaktien gestoppt, die unter steigenden Leitzinsen leiden würden.
Im weiteren Wochenverlauf kamen noch andere Misstöne hinzu. Ausgelöst durch schwache Zahlen von Cisco Systems erhielten auch Tech-Aktien wieder einen Dämpfer, der sich zu einem breiteren Abverkauf ausweitete. Dies ist ein Zeichen für den ausgeprägten Favoritenwechsel, der sich an den weltweiten Aktienmärkten abspielt. Die Technologiewerte werden nicht mehr kollektiv in den Himmel gehoben, sondern mittlerweile deutlich nach ihren unterschiedlichen Geschäftsmodellen unterschieden. Auch werden die Auswirkungen von Innovationen im KI-Bereich auf andere Branchen sehr sorgfältig analysiert, wie die immer noch anhaltende Schwäche bei Softwareunternehmen zeigt. Diese Ausdifferenzierung ist insgesamt ein positives Zeichen, denn sie zeigt, dass der Markt nicht von blinder Euphorie getrieben wird.
Veröffentlicht am: 13. Februar 2026
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